Wie werden die Mammographie-Bilder ausgewertet?

Erstellt: 20.06.2016
Aktualisiert: 30.06.2016

Im Mammographie-Screening-Programm begutachten immer zwei Ärztinnen oder Ärzte die Röntgenaufnahmen der Brust. Dazu nutzen die Ärztinnen und Ärzte moderne Computerprogramme, die unterschiedliche Vergrößerungen und Darstellungen der Mammographie-Bilder ermöglichen. Auffälligkeiten können auf diese Weise gut dargestellt, markiert und vermessen werden.

Die Beurteilung der Mammographie-Bilder wird dabei nicht gemeinsam von den Ärztinnen und Ärzten durchgeführt, sondern unabhängig voneinander. Nur wenn die Mammographie dann als unauffällig eingestuft wird, besteht kein Verdacht auf eine bösartige Gewebeveränderung. Beurteilt hingegen eine der Ärztinnen oder einer der Ärzte die Mammographie als auffällig, wird zusätzlich eine Fachärztin oder ein Facharzt hinzugezogen.

Kann die Auffälligkeit nicht eindeutig als gutartig eingestuft werden, wird die Frau zu einer ergänzenden ärztlichen Untersuchung mit Ultraschall und ggf. Mammographie eingeladen („Abklärung“). Rund 30 von 1.000 untersuchten Frauen werden zu einer Abklärung eingeladen. Bei 24 Frauen stellt sich die Auffälligkeit dann als gutartig heraus („falsch-positiver Befund“). Bei sechs Frauen wird die Diagnose Brustkrebs gestellt.

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